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Plattenteller - Gehörtes
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'Soultrane'
von John Coltrane
Letzhin war ich wieder einmal bei Hubi im Discoverart.
Er hat immer sehr schöne Platten und weiss über alles
bescheid, auch über die aktuelle Jazzvinyl-Wetterlage in den
USA.
Leider hatte ich nicht so viel Zeit, um mich durch alle Platten hindurch
zu wühlen. Für die Neuheiten und die Coltrane-Ecke reichte
es aber allemal. In letzerer habe ich dann die Soultrane-Scheibe entdeckt,
die mir bekannt aber auch unbekannt vorkam. Hubi löste das Rätsel
schnell auf. Das Original ist blau (königsperphyralabaster-blau
mit einem Hang zum hellblauen) und diese 2. oder x. Pressung ist orange!
Da ich diese Platte sowieso noch nicht hatte und ich ein impressionierter
Coltrane-Fan bin, wurde der Handel rasch abgeschlossen.
Zum Inhalt brauche ich nichts zu sagen, nur soviel: Das Stück
'Soultrane' ist gar nicht auf dieser Platte, dafür ist die wunderbare
Ballade 'I want to talk about you' zu hören.
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'The Seldon Powell Sextet featuring
Jimmy Cleveland'
von Seldon Powell
Wie es der Name schon vermuten lässt: diese Platte ist selten.
Ich habe sie erst einmal gesehen und konnte gleich zugreifen. Das
Sextet besteht aus Seldon Powell (tenor), Jimmy Cleveland (trombone),
Freddie Green (guitar), Aaron Bell (bass), "Hac" Hanna (piano)
sowie Osie und Gus Johnson (drums). Die Platte wurde von Roost Records
1956 herausgegeben.
Die Crew kreiert einen satten, swingigen Sound der ein bisschen
(nur ein bisschen) an "Blue Trane" erinnert. Eingestreut
sind immer wieder Balladen, wo Seldon Powell seine stärksten
Momente hat. Die Aufnahmen strahlen etwas leichtes heiteres aus
und werden durch ein gelungenes Cover ergänzt.
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'THE BLUES AND THE ABSTRACT TRUTH'
von Oliver Nelson
Wieder mal hat diese Scheibe den Weg auf meinen Plattenteller gefunden.
Erfahrungsgemäss wird sie sich da wieder einige Tage,
ja vielleicht sogar Wochen, halten.
Die Besetzung ist top: Bill Evans, Freddie Hubbard und ganz schön
Eric Dolphy. Ok, die Besetzung alleine bringts nicht, aber irgendwie
passt da alles zusammen. Dolphy und Nelson ergänzen sich auf ganz
wunderbare Weise.
'Stolen Moments' ist sicher keine Zeitverschwendung,
mit 'Hoe-Down' werden Westerngefühle wach und mit 'Cascades'
wird ganz einfach ein Etüde durchexiziert. Der Rest ist auch nicht
ohne Pappe.
Leider hatte Oliver Nelson mit diesem Album bereits alles Pulver
verschossen. Oder kennt jemand etwas vergleichbares von ihm?
Ich bin interessiert. Übrigens fehlt mir noch eine richtige Originalaufnahme.
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'PROVERBS AND SONGS'
von John Surman
Dieses Ding passt nicht auf meinen Plattenteller, ich armer Sünder
gebe es ja zu.
Mein CD-Player braucht ja auch mal eine Beschäftigung und mit dieser
CD ist er
bestens bedient.
Es ist schwierig, diesen Musikmix zu beschreiben. Es ist eine Mischung
aus barockem Gesang, der alleine schon hörenswert ist, und einem jazzigen
Baritonsaxsänger.
Das Ganze passt sehr gut zusammen und entzieht sich jeglichem Schmalz.
Ideal für einen besinnlichen Abend.
Ich ziehe diese Aufnahme derjenigen von Jan Garbarek und dem Hillard
Ensemble
aus demselben Hause (ECM) bei weitem vor. 'Coruscating', eine Nachfolge-Aufnahme
von John Surman mit einem Streichquartett gefällt mir hingegen weniger
bis gar nicht.
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